18. Mai 2017

Stud.IP

Stud.IP

Grundsätzlich geht es darum, das LMS als zentralen Ankerpunkt medienbasierter Lerntechnologien während der Projektlaufzeit kontinuierlich den didaktischen Anforderung sowie dem technologischen Wandel der Systeme im Umfeld entsprechend anzupassen. Schwerpunktmäßig soll dies folgende Funktionsbereiche betreffen:

  • Funktionen zur Organisation: Zur Verbesserung der Studienorganisation, sollen die Groupware-Funktionalitäten von Stud.IP zur persönlichen Studien- oder Arbeitsorganisation verbessert und ausgebaut werden. Terminkalender-, Koordinations- und basale Projektmanagementfunktionen für Studierende und Lehrende sind im Funktionsumfang zu erweitern (Gruppentermine, Ankopplung mobiler Systeme, Terminbenachrichtigungen etc.) und stetig mit Synchronisationsmechanismen zu anderen IT-Systemen entsprechend aktueller Standards zu versehen. Die bestehenden generischen Schnittstellen zum Campus-Management (vorrangig HIS-Systeme) sind auf dem aktuellen Stand zu halten.
  • Funktionen zur Kommunikation: Integrierte Standardkommunikationsdienste sind je nach aktuellen Anforderungen zu überarbeiten und, soweit sinnvoll, mit Schnittstellen zu hochschulinternen sowie -übergreifenden Plattformen zu versehen. Die jeweils aktuellen audiovisuellen synchronen Kommunikationsformen sind nutzerfreundlich in das System zu integrieren und dicht mit anderen Kommunikationsfunktionen in Stud.IP zu vernetzen. Mit der verstärkten gesellschaftlichen Verbreitung von Web-2.0-Plattformen wie Twitter, Facebook oder den VZ-Netzwerken verändern sich auch Kommunikationsgewohnheiten von Lehrenden und Studierenden. Daher sind zum einen bei der Implementierung und Pflege LMS-eigener Kommunikationsfunktionen regelmäßig die Standards in Design und Bedienung zu berücksichtigen, die sich bei den gängigen Community-Plattformen herausgebildet haben. Zum anderen sind dort, wo es mit Blick auf innovative Lehr /Lernszenarien sinnvoll erscheint, Schnittstellen von Stud.IP zu solchen sozialen Netzen zu schaffen bzw. zu erweitern.
  • Funktionen zur Distribution und Integration: Angeforderte Verbesserungen und Vereinfachungen sind immer wieder bei der Bereitstellung von Lehrmaterial, insbesondere bei der dozentenspezifischen Verwaltung der Dokumente zu implementieren. Regelmäßig anzupassen ist auch die flexiblere Integration von Lehr-/Lerncontent aus anderen LMS. Soweit möglich und sinnvoll, ist dabei die Verwendung bestehender Standards (z. B. neuere IMS-Standards, SCORM) auszubauen. Kontinuierlich ist dafür zu sorgen, dass alle landesweit bereitgestellten Plattformen entsprechend dem technischen Wandel dieser Systeme möglichst nahtlos in das LMS integriert sind und ein flexibler Zugriff auf Lernmodule bzw. -modulteile gewährleistet ist. Wesentlich ist in gleicher Weise die Integration der verbundweit standardisierten audiovisuellen Plattform. Die zunehmende Nutzung mobiler Endgeräte, die sich vor allem durch kleinere Bildschirme und alternative Bedienkonzepte von bisherigen Endgeräten unterscheiden, eröffnet eine ganze Bandbreite gänzlich neuer didaktischer Nutzungsszenarien. Daher sind die technischen Grundlagen dafür zu schaffen und zu pflegen, dass typische Stud.IP-Inhalte wie Forenbeiträge, Nachrichten und Ankündigungen auf mobilen Endgeräten angemessen genutzt werden können. Gleichzeitig ist die bereits vorhandene Plug-In-Schnittstelle weiter auszubauen, um standortspezifische Entwicklungen noch besser in Stud.IP integrieren zu können. Um die Flexibilität beim Einsatz dieser und anderer Funktionen von Stud.IP zu erhöhen, muss es möglich sein, einzelne Funktionen und Funktionsbereiche ein- und auszublenden.
  • Verbesserung technischer Grundlagen: Um Stud.IP langfristig als landesweite Basis digitaler Lerntechnologien einsetzen zu können und genügend Flexibilität für die o. g. Funktionserweiterungen zu schaffen, ist eine inkrementelle Weiterentwicklung der technischen Grundlagen dieses LMS zu leisten. Durch diese Weiterentwicklungen werden außerdem Sicherheitsrisiken minimiert und die langfristige Qualitätssicherung erleichtert.